Herzlich Willkommen bei derHuf.de

 

...aus gegebenem Anlass,

täglich höre ich, dass Pferdebesitzer keinen Hufschmied mehr bekommen. Am Bodensee und anderen Landesteilen besteht ein massiver Mangel an Hufschmieden.

Ich bitte um Verständniss, dass ich oft nicht erreichbar sein kann. Zur Zeit beträgt unsere Warteliste über 200 Pferde.

Es wird Zeit, dass sich etwas ändert...

- warum kein Lehrberuf ? Die Ausbildung über 5 Jahre ist zu lang und lt. Innenmisterium besteht keine Möglichkeit einen Lehrberuf zu erschaffen

- wenn wir Praktikanten(lt.Bundesarbeitsministerin) einen Mindestlohn zahlen sollen, dann ist mit einer massiven Preissteigerung beim Hufbeschlag zu rechnen

- einige Politiker/innen reiten zwar, können aber auf Grund Ihrer Popularietät sich den Hufschmied aussuchen (eigentlich schade)

Wir Hufschmiede sind zu wenig, um politisch etwas zu fordern.

 

 

 

Täglicher Input reizt zum Überdenken verschiedener Ansichten, deshalb haben wir unsere Hompage überarbeitet.

Sie soll Einblicke und Verständnis in die Tätigkeit eines Hufschmiedes vermitteln.

Es braucht viele Jahre um sich Einblicke in dieses komplexe Wesen "Equus Caballus" zu verschaffen. Kein Pferd gleicht dem anderen.

Alles Wissen und seine Erfahrungen einzusetzen, um einem Pferd zu helfen, machen diesen Beruf so vielseitig und interressant.

 

 

Hufbeschlag ein notwendiges Übel ?

Machen wir uns doch folgendes bewusst:

Wir nutzen domestizierte Pferde und keine Wildpferde, was die Pferde heute darstellen haben WIR aus ihnen gemacht, deshalb sollten WIR, uns auch dieser Verantwortung bewusst sein.
Wer ein Problem, mit dieser Verantwortung hat, sollte sein Geld und seine Zeit, nicht mit Pferden ausgeben.

Es gibt hunderte Diskussionsforen, über natürliche Haltungsbedingungen, Barhufe, Bananenleckerli und Kräutermüsli, Baumlose Sättel und gebissloses Reiten... ist das diese Verantwortung gegenüber dem Pferd ???  oder bedienen wir uns dieser "notwendigen Übel" um unser schlechtes Gewissen zu verdrängen?

 

Der Hufschmied...

für die einen ist er ein Profi, ohne ihn wäre eine Nutzbarmachung des Pferdes im Sport oder Hobby nicht möglich

für die anderen, ein "um jeden Preis, Hufeisenbesessener Abzocker".

Ein kurzer Rückblick... 1914 absolvierte mein Uropa seine Hufbeschlagsprüfung, 1934 mein Opa und ich 1992. Eine Familientradition seit 100 Jahren. In dieser Zeit hat sich in unserem Berufsbild sehr viel getan und verbessert. Trotzdem gibt es, was unseren Beruf betrifft, noch viele Probleme und Hindernisse,

z.B. eine Gleichgültigkeit in der Politik
In Ländern mit einer parlamentarischen Monarchie, ist die Wertschätzung des Hufbeschlags um ein vielfaches grösser, da die Pferde in die Staatspräsentation eingebunden sind. In Deutschland wurden die Pferde gegen fette Staatskarossen getauscht und verloren somit ihre politische Bedeutung. Die dadurch zunehmende Gleichgültigkeit, unserer Politiker, verursacht eine Bedeutungslosigkeit, für ein verantwortungsvolles Handwerk.

Ein Geigenbauer, muss eine 3-jährige Lehre absolvieren (2010 bundesweit 3 Azubis). Für die Ausbildung von über 100 Hufschmiedepraktikanten, besteht keine Möglichkeit, einen qualtitativ hochwertigen Lehrberuf entstehen zulassen. In Brüssel beschäftigen sich Dutzende "sog. Staatssekretäre" mit dem Einbau von total sinnlosen Russfiltern in Fahrzeugen der freiwilligen Feuerwehr. Spricht man dort auch, vom "notwendigen Übel" ?

z.B. Inkompetenz von sog. Therapeuten,

in Bezug zur Orthopädie; zweifelhafte und ungerechtfertigte Beschlagsanweisungen.

Der Hufbeschlag hat einen Teil seines einst geachteten Stellenwertes verloren. Es liegt im Handeln jedes Einzelnem, unseren Berufsstatus zu verbessern.

Helfen Sie mit, unseren Berufsstatus zu verbessern

Für Pferdebesitzer

Wir können einen Beruf ausüben, weil er Spass macht, um den Lebensunterhalt zu verdienen oder aus Berufung.

Im Lauf seines Beruflebens kann man sich spezialisieren, vertiefen, verfeinern, dazulernen oder auf seinem jeweiligem Ausbildungsstand stehenbleiben.
Stellen Sie Ihrem Hufschmied Fragen, z.B. :
- letzte Fortbildung ?
- Hufbalance ?
- Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Hufeisenfabrikate ?
- Warum werden die Trachten im Alter flacher ?

Wenn Sie auf diese Fragen Antworten bekommen, sind Sie und Ihr Pferd in besten Händen.

 

Für Tierärzte 

Eine erfolgreiche Tierarzt-Hufschmiedbeziehung entsteht durch gegenseitigen beruflichen Respekt.

- Tierärzte sollten willig sein, Empfehlungen vom Hufschmied zu akzeptieren

- Hufschmiede sollten bereit sein vom Tierarzt konstruktive Vorschläge über einen Beschlag zu akzeptieren

Beide Parteien müssen den Versuch machen untereinander zu kommunizieren, für einen Konsultation bereit sein und willig sein den ersten Schritt auf gleicher Augenhöhe

zu unternehmen.